Dienstag, 10. Dezember 2019

Weil Weihnachten einfach wunderbar ist

Hallo Ihr Lieben,

Ich hoffe doch, ihr habt dem Adventsstress gute Laune entgegenzusetzen!

Ich bin jedenfalls mächtig dabei.


Jetzt bin ich ja wieder in meiner Buchhandlung zugange. Also ganz nah dran am Kunden. Das ist in der Adventszeit doch nicht immer ganz einfach.

Diejenigen unter Euch, die selbst im Handel zu tun haben, werden mich da verstehen. Diejenigen unter Euch, die hauptsächlich zum Einkaufen im Handel unterwegs sind, haben vielleicht einmal mehr ein Lächeln für uns übrig.


 Wir geben uns wirklich ganz viel Mühe, aber auch an uns Verkäufer(inne)n und (Buch)Händler(inne)n geht der Adventsstress nicht spurlos vorbei, selbst wenn wir es uns fest vornehmen.

Das lag mir jetzt am Herzen.
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Eigentlich wollte ich Euch doch meine Aurora zeigen.

Ab hier also mehr als liebe Worte, nämlich Werbung.


Schwalbenliebe hat ein ganz bezauberndes Weihnachtskleid für Euch kreiert, und ich durfte es zur Probe nähen. Die Sache mit dem Probenähen ist ja immer so: Ich muss es als Werbung kennzeichnen, denn Ihr könntet dazu verleitet werden, Geld auszugeben, obwohl ich alles in allem mehr an Zeit und Stoff investiere, als nachher der Schnitt kosten wird. Trotzdem macht man immer wieder gern mit.


Es macht einfach Spaß, an solch einem kreativen Prozess beteiligt zu sein. Und der Umgang in den Probenähgruppen ist immer ein so herrlich freundschaftlicher. So viele liebe Damen kommen hier zusammen, die das gleiche Hobby teilen, die genauso verrückt sind wie ich. Mindestens.


Und dann stehe ich natürlich auch hinter dem Schnitt. Schließlich habe ich helfen dürfen, ihn zu verbessern. Das ist nicht in jedem Probenähen so, aber ich bin mittlerweile an einem Punkt, wo ich nicht mehr alles mitmache sondern nur noch, was mir Spaß macht.


Unsere Aurora ist einfach mal ein so zauberhaftes Stück, dass ich glaube, eine jede Frau braucht eines für die Feiertage. Und auch sonst im Jahr. Es sind ganz wunderbare Beispiele entstanden, die Ihr Euch hier anschauen könnt.

Ich zeige Euch meine Weihnachtsvariante aus Baumwolljersey: rot mit klitzekleinen weißen Punkten. Den bekommt Ihr beim StoffHandel.

Und meine Variante für die Adventskonzerte.
Die ist aus schwarzem Romanit. Der ist ja mal so wunderbar fest, dass er prima die Körperformen unterstützt.


Außerdem ist dieses wirklich schicke Teil in nur drei Stunden kurz vorm Konzert entstanden. 13 Uhr fertig und 14 Uhr beim Soundcheck. Heißt, wenn Ihr erst ein wenig Übung habt, ist in kurzer Zeit ein weiteres tolles Teil entstanden.

Aurora kommt mit verschieden Varianten daher:
Gerader Bleistiftrock oder leicht ausgestellt mit Godets zum Beispiel. Dann könnt Ihr das Kleid mit Schößchen arbeiten oder ohne. Sogar eine To-Go Variante haben wir zwischendurch probiert. Super-chic. An den Ärmeln könnt Ihr mit hübschen Manschetten oder einfach einem Bündchenstreifen glänzen. Bezaubernd ist beides.



Allen Varianten gemein ist der wirklich besondere Herzausschnitt, der mit seinen Flügelchen leicht geometrisch daherkommt. Dieser bedarf etwas Übung. Nun, leicht kann ja jeder.
Und bei Schwalbenliebe - Schnitten wollen wir auch immer was dazulernen.
Deshalb mögen wir sie so gern. Sie führen uns ein stückweit an unsere Grenzen und mit Erfolg darüber hinaus.



An meinem ersten Ausschnitt gab es so einiges zu trennen, damit es wirklich gut wird. Und natürlich die Bügeleinlage nicht zu vergessen!
Die macht allerdings, dass der Stoff sich viel einfacher verarbeiten lässt, ist also definitiv die Investition wert.

Also eine tolle Adventszeit für Euch.
Ich werde sie genießen.

...und losgenäht!

Liebste Grüße

Sabrina



Verlinkt bei HoT 






Donnerstag, 31. Oktober 2019

Nach Hause



Ihr Lieben,

Zuhause.

Was bedeutet das eigentlich?
Mein Mann versteht nicht, wenn ich im Urlaub von unserer Ferienwohnung als Zuhause spreche.

Für mich ist Zuhause alles, was ich liebe auf einem Haufen, gleich wo.

Zum Klassentreffen vor ein paar Jahren, ich hatte gerade in den StoffHandel gewechselt, meinte meine ehemalige Klassenlehrerin, dass sie mich immer noch völlig verpennt in der Schulbank sitzen sieht, weil das Buch am Abend so spannend war.
Und Buchhändlerin zu werden war genau, was sie in mir immer gesehen hat.

Mein Opa übrigens auch.
Er hat mich immer ermuntert zu lesen, abzutauchen, die Fantasie zu beflügeln.
Mein erstes selbst durchgelesenes Buch "Dr.Doolittle" hat er mir damals geschenkt. Ich denke, das war in der zweiten Klasse. Und ich habe es geliebt!

Leider konnte er meine buchhändlerischen Anfänge in der Buchhandlung Peterknecht nicht mehr miterleben. Aber ich bin sicher, es hätte ihm gefallen.

Nach 16 Jahren Buchhandel das Hobby Lesen gegen das Hobby Nähen einzutauschen, ich denke, auch diese Entscheidung hätte er mitgetragen, weil ich zu diesem Zeitpunkt einfach mal was anderes brauchte:

Die tägliche Fahrerei und die Öffnungszeiten im Handel machten mir mit drei Kindern doch arg zu schaffen. Eine Veränderung war nötig. Und wie sagt man so schön? Man weiß erst, was man hatte, wenn es fort ist.

 Viel Freude hat es mir gemacht, die neuen Stoffe zu streicheln und für den Webshop einzufangen. Ich durfte viel lernen, viel weitergeben und einiges an Ideen einbringen und umsetzen. Aber irgendwie fehlte eben doch was Entscheidendes.

 Die Liebe zu meinen Büchern kann eben auch tägliches Stoffe-streicheln nicht ändern.

 Also jetzt alles auf Anfang.

 Vier Jahre danach.

 Ich gehe zurück.

 Nach Hause.

 Zu meinen Büchern.

 Zu meinen Kollegen.

 In meine Buchhandlung.

 Klar, ich habe immer noch drei Kinder.
Die liebe ich und alle drei brauchen eine ausgeglichene, glückliche Mama.

 Ja, ich muss wieder jeden Tag pendeln.
20 Minuten vor und nach der Arbeit ganz für mich allein. Mit Buch und Kopfhörern.

 Ja, es gibt noch immer verkaufsoffene Sonntage, deren Sinn sich mir nur schwer erschließt. Das wird sich kaum ändern, gehört aber eben dazu.

 Abendveranstaltungen, deren Sinn sich mir durchaus erschließt, die familientechnisch trotzdem ein Zeiträuber sind.

 Ganze Samstage von zu Hause weg. Dafür freie Tage unter der Woche. Immerhin, das Kindergartenkind kann dann einfach mal blau machen.

 Auf jeden Fall habe ich wieder so auch Zeit für mich. So herrlich es ist, morgens mit der Familie das Haus zu verlassen, und abends mit allen Heim zu kommen. So ein bissl Zeit nur für mich (ok, und den Haushalt) ist unschlagbar.

 Ich habe viel gelernt und es war eine schöne Zeit.

Aber so ein Buchhändlerherz schlägt eben fürs Buch.

Und wenn die Stoffe jetzt wieder Hobby sind, dann ist auch das gut so. Jemand anderer darf jetzt Stoffe streicheln und knipsen. Ich gebe diese Aufgabe, welche wirklich Spaß gemacht hat, gern weiter. Es hat Spaß gemacht, das ganze weiterzuentwickeln und neue Techniken zu nutzen.

 Und so gehe ich den Weg zurück in freudiger Erwartung.
Auch wenn die Zeit durch ein trauriges Ereignis überschattet wird: ist doch unser Senior-Chef vor einigen Tagen verstorben. Ich war sein letzter Lehrling und er hat mir vieles noch auf traditionelle Art beigebracht.

Lieber Chef, 
die 4-Stapel-Aufteilung des Alphabetes habe ich mir bis heute nicht gemerkt. 
Aber ganz viele Dinge, die wir in der Schule und Berufsschule nie gelernt haben, sind hängen geblieben: Leidenschaft für den wohl schönsten Beruf der Welt.
Freude daran, Wissen weiterzugeben.
Spaß daran Menschen Erlebnisse mit auf den Weg zu geben.
So ein bisschen haben Sie mir meinen Opa ersetzt.
Mit Ihrer Liebe zum geschriebenen Wort und Ihrer Vorliebe für Jazzmusik. Und natürlich mit Ihrer verrückten Art, sich um alle Mitarbeiter zu kümmern.
Nach jedem Kinogang haben Sie versucht mir die "leisen" Filme schmackhaft zu machen. Und noch immer muss es bei mir auf der Leinwand ordentlich rumsen und krachen. Da ist wohl Hopfen und Malz bei mir verloren.
Recuerdame, Chef. Wir werden an Sie denken.
Jeden Morgen beim Aufschließen der Tür zur Buchhandlung und jeden Abend beim Abschließen.
Und ich ganz besonders, wenn ich mich im nun etwas gesetzten  Alter doch mal in einen "ganz leisen Film" verirre. 

Ein Leben soll gefeiert werden und viel wunderbare Erinnerungen werden nun ausgetauscht und aufgefrischt.

Wir sehen uns in der Buchhandlung.
Seht es mir nach, wenn ich in den nächsten paar Wochen noch nicht jedes Buch im Laden duze.
Ich arbeite dran, ganz sicher.

 Im Bücher als Geschenk verpacken bin ich immer noch unschlagbar! Das ist wie Fahrradfahren.

 Und alles andere kommt auch wieder.

Aus Liebe.

Aus Berufung. Ja, ich denke, so kann man es nennen.
Ich weiß es.

Und vielleicht geht Ihr einfach mal in Eure Buchhandlung vor Ort und gebt dem lieben Menschen dort (und Ihr könnt's glauben, wir Buchhändler sind ein ganz liebenswertes Völkchen. Die gutmütigen Hobbits unter den Einzelhändlern sozusagen) die Chance, Euch ein Leseerlebnis ganz ohne großes A zu schenken.
Lasst Euch anstecken von der Begeisterung.
Tauscht Euch aus.
Kommt ins Gespräch.

Liebste Grüße

Sabrina

Samstag, 17. August 2019

Immer wieder anders

Werbung

Ihr Lieben,

es war ja alles schon da und kommt auch irgendwie immer wieder.

Besonders wird das bei den unterschiedlichen Retrotrends sichtbar. Auch mich hat es ja gepackt, und Ihr seht mich hauptsächlich in 50s angehauchten Kleidern.

Aber unsere Nikkes wäre ja nicht Oberschwalbe, wenn sie sich nicht immer noch was neues einfallen ließe. Auch wenn es retro ist, kann es ja trotzdem bequem und mit kleinen Neuerungen sein.

Die perfekten Beispiele sind gerade frisch in ihren Shop gewandert und die Beispiele fluten gerade Facebook & Co.



Beides Schnitte, die einzeln klasse sind, gemeinsam aber der absolute Kracher!


Meine Bluse Jette wirkt auf den ersten Blick wie frisch aus einem Dolly Parton Video entsprungen. Was ich persönlich ja absolut super finde.
Country ist ja so meins!

Wenn ihr genauer schaut, dann erkennt Ihr aber sicher, dass sich in dem Muster Nähutensilien verstecken. Ein richtiges Hobby-Wimmelbild.


Den wunderschönen Stoff in verschiedenen Varianten bekommt Ihr hier.

Und dann Trudi, die Hose! Ich bin ja nun schon länger keine Hosenträgerin mehr. Aber diese hier ist gut bequem, formt einem tollen Hintern und stützt hinter der verstärkten Bauchpatte gleich mal noch herrlich das Bäuchlein.


Der Reißverschluss ist von außen nicht sichtbar, der versteckt sich nämlich in einer der Taschen. 
Was für eine Idee! 

Ihr werdet Euch direkt fühlen, wie ein Filmstar mit absoluten Bombshell - Kurven, angefeuert vom Stolz,
diese Hose bezwungen zu haben.
Boom-Shakalaka...

Liebste Grüße,
Sabrina